Konzeption ::: Der Weg zu Gott steht allen Menschen offen. Dieser Leitgedanke bildet die Grundlage für unseren Entwurf zum Neubau der Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig und ist pastoral und liturgisch sowie städtebaulich und architektonisch zu verstehen.
Städtebau ::: Stadträumlich bietet der gesamte Baublock eine klare Konturierung zum Wilhelm – Leuschner-Platz und den angrenzenden Straßen Martin-Luther-Ring sowie Nonnenmühlgasse. Dem an dieser Stelle momentan noch ausfransenden Stadtraumkörper wird so Halt geboten. Die Höhenentwicklung des Baublocks ist diszipliniert und differenziert zugleich. Sie reagiert sensibel auf die Umgebung jedoch ohne sich ihr anzubiedern. Das Bauwerk ist in seiner Fern- und Nahwirkung eindeutig als ein besonderes, sakrales Gebäude zu erkennen und soll dennoch nicht Effekt haschend oder selbstbezogen wirken.
Architektur ::: Der Weg zu Gottes Haus ist nicht einfach und linear, er ist oftmals verzweigt und beinhaltet Umwege manchmal auch Irrwege. Unser architektonisches Konzept trägt diesen Gedanken weiter. Der Vorplatz dient als geschützter aber offener Verteiler für differenzierte Angebote. Im Turmzimmer des Glockenturms kann sich auf zwei Ebenen eine lebendige Jugendkultur zu Hause fühlen – exklusiv in der Lage mit eigenen Eingang und ein wenig abgetrennt von den „Erwachsenen“. Um das eigentliche Gotteshaus herum haben wir somit ein komplexes Raum- und Funktionsangebot gelegt, das die Verzweigungen der Wegstrecke zum Ausdruck bringt. Dennoch sind die Wege effizient und das Raumangebot kompakt, alles Öffentliche liegt im Erdgeschoß, die halböffentlichen Bereiche liegen im 1. Obergeschoss des Gemeindezentrums. Die privaten Wohnbereiche sind in den darüber liegenden Geschossen angeordnet.