Konzeption :::
Künstlerisches Arbeiten bedeutet Grenzverschiebung, Grenzerweiterung, Grenzüberschreitung.Wir entwerfen einen Möglichkeitsraum für diese Art zu arbeiten.
Es entsteht eine feldartige Anordnung, welche auf unterschiedliche Weise bespielt werden kann. Wir determinieren dieses Feld nicht durch Architektur, sondern schaffen lediglich Möglichkeiten
mit architektonischen Mitteln. Die Akademie als Loft.Die physische Begrenztheit unseres Raumes einerseits und dessen Porosität und Elastizität andererseits bilden den Spannungsbogen dieses
Möglichkeitsraumes. Die geringe Determiniertheit des Raumes ermöglicht ein Arbeiten und Lernen jenseits der festgelegten Grenzen – ein Arbeiten an den bildenden Künsten. Der Ort und die Figur der
Bestandsbauten sind ohne Baumbestand undenkbar.Wir lassen dieses relationale Verhältnis - soweit wie möglich – unangetastet. Dem Kopf mit dem Haupteingang an der Ostseite wird unser zweiter baulicher
Schwerpunkt an der Westseite gegenübergestellt.
Sep Ruf :::
Sep Ruf hat in herausragender Weise in der noch jungen Bundesrepublik eine Haltung entwickelt, die bis heute positiv sowohl nach Innen in die Akademie als auch nach Außen in die Gesellschaft hineinwirkt.
Die Gesellschaft und deren Kunstbegriff haben sich jedoch seitdem radikal verändert. In diesem veränderten Kontext wollen wir die neue Architektur positionieren - genauso radikal und komplex wie es Sep Ruf
vor einem halben Jahrhundert gelungen ist. Aus unserer eigenständigen Haltung heraus wird gegenseitige Verträglichkeit entstehen und Respekt gewonnen werden.