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  • Deutsche Schule Genf

    Realisierungsettbewerb/ 2003
    Ulrich Königs, Ilse Königs, Marion Mischke, Christoph Schlaich

    Ziel war es, einen Ort zu schaffen, der einerseits dem Alltäglichen des Schulbetriebes gerecht wird, andererseits jedoch auch die Besonderheit der Institution heraushebt. Die erwartungsgemäße Selbstverständlichkeit von Raumanordnungen haben wir mit immer wieder wechselvollen, überraschenden Raum- und Blickbeziehungen kombiniert. Die Klarheit von Form und Material kann als neutraler Hintergrund und zugleich auch als ein anregendes Bild wahrgenommen werden. So ist uns vielleicht ein Bauwerk gelungen, welches einfach und komplex zugleich ist.

    Einerseits wird eine harmonische Einordnung des Baukörpers der Schule in die Umgebung erzielt, andererseits wird aber die Besonderheit der Institution auch nach außen sichtbar gemacht. Der über den Bebauungsplan festgelegte Hüllkörper wird als Figur akzeptiert und betont. Die Höfe werden durch Subtraktion aus diesem Körper herausgeschnitten und verzahnen sich mit der öffentlichen Parkanlage. So bleibt zum einen die ruhige, neutrale Form des Bebauungsfeldes ablesbar, andererseits entwickelt sich durch die Subtraktion eine spezifische Figur, die das Gebäude unverwechselbar macht.

    Die Aula bildet den Mittelpunkt, sie kann auch direkt von außen erreicht werden, dabei kann die Pausenhalle der Sekundarstufe Foyerfunktion übernehmen. Bei Bedarf lässt sich die Aula komplett zum Foyer hin öffnen, so dass ein fließender Übergang möglich wird. Der Sportbereich kann über den Luftraum im Erdgeschoß natürlich belüftet und belichtet werden und verfügt zusätzlich über eine Zuschauertribüne. Im Obergeschoß bildet eine Terrasse und ein Atrium die Möglichkeiten des Unterrichtes in einer Freiklasse.