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  • Jüdisches Museum Franken_ Perspektive

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  • Jüdisches Museum Franken _ Ansicht

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  • Jüdisches Museum Franken

    Eingeladener Realisierungswettbewerb/ 2008
    Ulrich Königs, Ilse Königs, André Rethmeier, Bartek Juretko

    Stadtstruktur
    Der Erweiterungsbau des Jüdischen Museums fügt sich in die historisch gewachsene Altstadtstruktur von Fürth ein und ist dennoch gleichzeitig als ein neuzeitlicher Bau im Stadtgefüge lesbar. Unter Beachtung der planungsrechtlichen Bindungen wird eine urbane Dichte am Ort erzeugt, die der Platz- und Straßenraumbildung dient. Die Typologie der mehrheitlich von jüdischen Bürgern errichteten Zwerchhäuser, die das Stadtbild an der Königsstraße prägen, wird in abstrahierter Form im Neubau fortgeführt. Auch der typische Bauwich, die Fuge zwischen den denkmalgeschützten Bauten, findet zwischen Neubau und Altbau seine Fortsetzung. Beide Elemente - Zwerchhaus und Bauwich - werden nicht historisierend eingesetzt, sondern transformatorisch, so dass eine eigenständige und selbstbewusste Architektur entsteht, die sich aus den kontextuellen Gegebenheiten ableitet und in diese hineinwirkt.

    Denkmalpflege
    Die typologische Fortsetzung der Stadtstruktur trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, Denkmalpflege nicht nur als konservatorischen, sondern als vitalen Baustein der Stadtentwicklung zu verstehen. Nicht die Kopie historisch wertvoller Bausubstanz, oder die Gegenüberstellung von Alt gegen Neu, sondern die Transformation vorhandener Typologien, Formen und Materialien ist Grundlage des Entwurfes. Die bauhistorisch eigentlich als trennendes Element funktionierenden Gebäudefugen werden zwischen Neubau und Altbau als ein verbindendes Element inszeniert, welches den Kontext und den Denkmalcharakter des Altbaus besonders hervorhebt. Im Bereich des Verbindungssteges zwischen Vorderhaus und „Sukkahäuschen“ bewirkt die komplette Öffnung der bestehenden Außenwand eine visuelle Verzahnung des Neubaus mit dem Altbau.