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  • Kolumbarium Emden _ Perspektive

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  • Kolumbariumskirche St. Walburga Emden

    Eingeladener Realisierungswettbewerb
    2. Preis
    Königs Architekten Köln: Ulrich Königs, Ilse Königs, Baraa Shareet

    Der Kirchenraum soll in seiner Raumwirkung als Ganzes erfahrbar bleiben und gleichzeitig in seinen einzelnen Raumzonen eine jeweils eigene Atmosphäre entwickeln. Durch eine einheitlich helle Gestaltung erzeugen wir eine zeitgemäße Abstraktion und ermöglichen eine transzendentale Wirkung des Ganzen, ohne die funktional bedingte Teilung zu betonen. Der Hochchor wird als Gottesdienstraum genutzt, indem die vorhandene Höhenlage der Altarstufen erhalten bleibt und ca. 5,50 m in den Kirchenraum verlängert wird. Dadurch ist es möglich, den darunter entstehenden Hohlraum für das ewige Grab des Kolumbariums zu nutzen ohne diesen durch einen aufwändigen Tiefbau erstellen zu müssen. Der Gottesdienstraum im Hochchor soll einfach und archaisch mit Prinzipalien und einer flexiblen Bestuhlung aus Holz gestaltet werden. An Stelle des barocken Hochaltars soll ein Kreuzrelief auf der weißen Rückwand als Lichtspur gestaltet werden. Die Beleuchtung besteht aus verdeckt montierten Leuchten, die dimmbar im Bedarfsfall geschaltet werden können. Der Gottesdienstraum wird durch eine seitliche Rampe barrierefrei erschlossen und durch einen bronzierten Metall-Paravent halbtransparent vom Kolumbariums-Bereich abgegrenzt. Diese Abgrenzung nimmt Bezug auf das tradierte Element einer Chorschranke. Die Raumzone, die für das Kolumbarium vorgesehen ist, wird durch vier kreuzförmige Skulpturen gegliedert, wobei in jeder Skulptur jeweils 64 Doppelurnenund 80 Einzelurnen beherbergt werden. Insgesamt finden 256 Doppelurnen und 320 Einzelurnen, in Summe 832 Urnen, Platz. Als Rückzugsmöglichkeit für die Trauernden sind Sitzbänke in den Seitenschiffen vorgesehen. Zentrale Andachtskerzen werden mittig aufgestellt, trotzdem ist genug Raum für einen Einzug mit Sargwagen. Die Gestaltung der einzelnen Urnenplätze assoziiert mit ihren vertieft eingelassenen Grabplatten einen individuell abgegrenzten Ort. Der bogenförmig überwölbte Raum bietet zudem mit einer zylindrischen Vertiefung einen definierten Ablageort für Blumenvasen oder Andachtskerzen. Der Korpus und die Fächer werden aus einer Metallunterkonstruktion erstellt, die Außenverkleidung besteht aus rotbraunen Holzkörpern mit cremeweißen Quarzsteinplatten.