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  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Perspektive

  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Lageplan

  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Grundriss

  • St. Trinitatis Leipzig _ Schnitt

  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Ansicht

  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Ansicht

  • St. Trinitatis Leipzig _ Perspektive

  • St. Trinitatis Leipzig_ Ansicht

  • Probsteikirche St. Trinitatis Leipzig _ Perspektive

  • Katholische Propsteikirche St. Trinitatis Leipzig

    Eingeladener Realisierungswettbewerb/ 2009
    Anerkennung
    Ulrich Königs, Ilse Königs,André Rethmeier, Ping Zhou, Adria Daraban, Bartek Juretko
    Statik: ARUP GmbH, Düsseldorf
    Lichtplanung: A. Hartung ,Köln

    Der Weg zu Gott steht allen Menschen offen.

    Dieser Leitgedanke bildet die Grundlage für unseren Entwurf zum Neubau der Propsteikirche St. Trinitatis in Leipzig und ist pastoral und liturgisch sowie städtebaulich und architektonisch zu verstehen.

    Der Weg zu Gottes Haus ist nicht einfach und linear, er ist oftmals verzweigt und beinhaltet Umwege manchmal auch Irrwege.

    Unser architektonisches Konzept trägt diesen Gedanken weiter. Vielleicht besuchen viele Besucher das Café ohne damit sofort die Kirche als Institution zu erkennen. Viele kulturelle Angebote der Gemeinde werden im Gemeindezentrum stattfinden. Der Vorplatz dient als geschützter aber offener Verteiler für differenzierte Angebote. Im Turmzimmer des Glockenturms kann sich auf zwei Ebenen eine lebendige Jugendkultur zu Hause fühlen – exklusiv in der Lage mit eigenen Eingang und ein wenig abgetrennt von den „Erwachsenen“.

    Um das eigentliche Gotteshaus herum haben wir somit ein komplexes Raum- und Funktionsangebot gelegt, das die Verzweigungen der Wegstrecke zum Ausdruck bringt. Dennoch sind die Wege effizient und das Raumangebot kompakt, alles Öffentliche liegt im Erdgeschoß, die halböffentlichen Bereiche liegen im 1. Obergeschoss des Gemeindezentrums. Die privaten Wohnbereiche sind in den darüber liegenden Geschossen angeordnet.

    Eine vereinheitlichende Hülle umschließt den Gebäudekomplex. Die Perforation der Fassade reagiert auf die unterschiedlichen Anforderungen der dahinter liegenden Funktionsbereiche. Je nach Situation verdichtet sie sich oder löst sich auf, bleibt offen oder wird verglast. Es wird das Motiv des Kreuzes stellenweise sichtbar, an anderen Stellen löst sich die Perforation in abstrakte Geometrien auf.

    Der Kompaktheit und kubischen Verzweigung des Gemeindehauses steht die Offenheit und Einfachheit des Kirchenbaukörpers gegenüber. Eingegrenzt über den Vorplatz und Umschlossen von der vereinheitlichenden Hülle erfährt der Besucher bei der Hinwendung zur Kirche einen atemberaubenden Wechsel im Maßstab, in der Materialität und in der Lichtführung. Niemand wird sich dem Wunsch entziehen können, diesen Raum betreten zu wollen.