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  • Stadthalle Neumarkt

    Realisierungswettbewerb/ 2003
    Ulrich Königs, André Rethmeier, Marc Wieneke

    Die Landschaftskiste

    Die Gestalt der Stadt Neumarkt und insbesondere die noch deutlich ablesbare Morphogenese der Befestigungsanlagen veranlassen uns zu einer Strategie der Verschmelzung zwischen Landschaft und Objekt. Die Verschmelzung entsteht sowohl räumlich durch Verschränkung und Überlagerung als auch phänomenologisch durch Wahrnehmungsverschiebungen. Der durchlaufende Hügel im Inneren der Stadthalle ist von räumlich prägender Gestalt mit hoher Signifikanz. Die Topographie wird zu einem sich selbst erklärenden, aber dennoch abstrakten Objekt – der scheinbar klare Grenzverlauf zwischen den Kategorien 'natürlich' und 'künstlich' wird bewusst aufgehoben. Der Besucher betritt das Foyer, in dem er den Stadtwall emporsteigt. Von dort kann er die Bezugslinien zur rückwärtigen Stadt aufnehmen, bevor er sich auf der anderen Seite hügelabwärts in das Auditorium begibt. Diese nahe liegende und selbstverständlich wirkende Bewegungs- und Wahrnehmungsfolge wird durch die Topographie der Deckenfläche unterstützt. Ähnlich einer umgedrehten Landschaftsmodellation folgt die bewegte Deckenfläche der Hügelgeometrie, jedoch nicht synchron, sondern phasenverschoben, so dass sich ein Auf- und Abschwellen des Raumes ergibt. Insgesamt entsteht somit eine für uns überraschend einfache und nahe liegende Lösung einer Bauaufgabe, die der spezifischen Komplexität des Ortes und der Aufgabe auf wunderbare Weise gerecht wird.